Erklärung zur Vaterschaftsanerkennung: Beurkundung

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Allgemeine Informationen

Vater eines Kindes ist rechtlich gesehen der Mann,

  • der zum Zeitpunkt der Geburt mit dessen Mutter verheiratet ist,
  • oder, wenn die Mutter nicht verheiratet ist, der Mann
    • der die Vaterschaft anerkannt hat oder
    • dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.

Für die Anerkennung der Vaterschaft ist eine bestimmte Form (öffentlich beurkundet) vorgeschrieben. Die Vaterschaft kann schon vor der Geburt anerkannt werden. Die Mutter muss der Vaterschaftsanerkennung zustimmen. Auch für die Zustimmung ist die öffentlich beurkundete Form vorgeschrieben.

Ob die Eltern Ihre Erklärungen am gleichen Tag oder zu verschiedenen Terminen abgeben möchten, können sie selbst entscheiden.

Liegen die Urkunden über die Anerkennung der Vaterschaft und die Zustimmung zur Anerkennung schon vor der Beurkundung der Geburt durch das Standesamt vor, wird der Vater wie bei verheirateten Eltern von Anfang an mit im Geburtenbuch eingetragen. Bei einer späteren Anerkennung wird das Geburtenbuch nachträglich ergänzt.

Die Vaterschaftsanerkennung kann nur dann wirksam werden,

  • wenn die Mutter nicht verheiratet ist oder
  • wenn die Mutter noch verheiratet ist, aber bei der Geburt des Kindes bereits ein Scheidungsverfahren bei Gericht eingereicht ist. In diesem Fall muss auch der bisherige Ehemann der Vaterschaftsanerkennung durch einen anderen Mann in einer öffentlichen Urkunde zustimmen.

Nähere Informationen zu diesem komplizierten Thema erhalten Sie bei der zuständigen Stelle.

Ziel

Beglaubigung der Anerkennung der Vaterschaft, sowie der erforderlichen Zustimmungserklärungen (z.B. der Mutter) zu einem nicht in der Ehe geborenen Kind

Verlauf

Der Anerkennende (Vater) und die Mutter müssen die entsprechenden Erklärungen beim Standesamt oder Jugendamt persönlich beurkunden lassen. Sie können gemeinsam oder auch getrennt kommen.

Bitte vereinbaren Sie vorher telefonisch einen Termin!

Mitzubringen

Anerkennung vor Geburt des Kindes:

  • Bundespersonalausweis oder Reisepass
  • Geburtsurkunde des/der Erklärenden
  • ist die Mutter rechtskräftig geschieden: Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk oder eine neue beglaubigte Abschrift vom Familienbuch der Vorehe

Sollte die Mutter noch verheiratet sein, wird gebeten, sich direkt beim Standesamt zu erkundigen, welche Unterlagen mitzubringen sind.

Anerkennung nach Geburt des Kindes:

  • Bundespersonalausweis oder Reisepass
  • Geburtsurkunde des/der Erklärenden
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • bei geschiedener bzw. noch bestehender Ehe der Mutter: siehe oben: „Anerkennung vor Geburt“

Gebühren

Keine

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei der Gemeinde, der Samtgemeinde und der Stadt.

Die Vaterschaftsanerkennung kann in allen Standesämtern sowie in einem Jugendamt mit Beurkundungsstelle erklärt werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Die Vorlage einer Geburtsurkunde oder eines Auszugs aus dem Familienbuch kann in Einzelfällen hilfreich sein.

Welche Gebühren fallen an?

Die Beurkundung durch einen Notar ist kostenpflichtig.

Im Standesamt und Jugendamt fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen ggf. Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Was sollte ich sonst noch wissen?

Urkunden können auch bei den Amtsgerichten und Notaren aufgenommen werden.

In manchen ausländischen Rechtssystemen (z.B. Italien) sind bei nicht verheirateten Müttern sog. Anerkennungen der Mutterschaft erforderlich. Erst dann steht eine Frau auch gesetzlich als Mutter eines Kindes fest.

Zuständige Stellen sind die selben wie bei einer Vaterschaftsanerkennung.Nähere Auskünfte erfragen Sie bitte dort.

Ansprechpartner/in

 Standort

Standesamt
Fuhrberger Straße 4
30938 Burgwedel
E-Mail: Standesamt@Burgwedel.de
Telefon: 05139 8973-0
Telefax: 05139 9844927