Wahl eines in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union erworbenen Namens Art. 48 EGBGB

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Allgemeine Informationen

Unterliegt der Name einer Person deutschem Recht, so kann sie durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den während eines gewöhnlichen Aufenthalts in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union erworbenen und dort in ein Personenstandsregister eingetragenen Namen wählen, sofern dies nicht mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich unvereinbar ist.

Die Namenswahl wirkt zurück auf den Zeitpunkt der Eintragung in das Personenstandsregister des anderen Mitgliedstaats, es sei denn, die Person erklärt ausdrücklich, dass die Namenswahl nur für die Zukunft wirken soll.

Die Erklärung muss öffentlich beglaubigt oder beurkundet werden. Artikel 47 Absatz 1 und 3 gilt entsprechend.

An wen muss ich mich wenden?

Sie können sich an jedes Standesamt wenden. Wirksam wird die Erklärung aber erst mit Entgegennahme durch das zuständige Geburts- oder Eheschließungsstandesamt, falls nicht vorhanden durch das Wohnsitzstandesamt der Person (sollte kein Wohnsitz o. gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland vorliegen durch das Standesamt I in Berlin).

Welche Gebühren fallen an?

Derzeit fallen noch keine Gebühren an. Eine Gesetzesergänzung hierzu ist in Niedersachsen aber geplant.

Rechtsgrundlage

§ 43 Personenstandsgesetz i.V.m. Art. 48 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche

Ansprechpartner/in

 Standort

Standesamt
Fuhrberger Straße 4
30938 Burgwedel
E-Mail: Standesamt@Burgwedel.de
Telefon: 05139 8973-0
Telefax: 05139 9844927