Abwasserbehandlung

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Abwasserbehandlung

Vorwort
Klärteich OldhorstIm Durchschnitt verbraucht jeder Bürger pro Tag etwa 125 Liter Trinkwasser - hauptsächlich zum Kochen, Waschen, Duschen oder für die Toilettenspülung - und verwandelt es dadurch in Abwasser. Auch die ansässigen Gewerbe- und Industriebetriebe leiten ihr Abwasser in unsere Kanalisation und tragen somit zum Abwasseraufkommen bei. Sobald das Wasser den Ausguss passiert hat, ist es aus unserem Blickfeld verschwunden. Aber es muss noch viel passieren, bevor es wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eintreten kann.

Kanalisation & Pumpwerke
In der Regel ist jeder Haushalt über eine Grundstücksentwässerungsanlage an die öffentliche Kanalisation der Stadt Burgwedel angeschlossen. Dieses unterirdische Rohrleitungssystem wird durch den Fachbereich Tiefbau der Stadt unterhalten. Das Abwasser fließt in den Rohrleitungen zumeist in freiem Gefälle ab, wird in immer größeren Rohrleitungen zusammen gefasst und gelangt schließlich zu unseren Kläranlagen. Liegt ein Bereich des Kanalnetzes in einer Senke, aus der kein natürlicher Abfluss möglich ist, muss das Abwasser mit Hilfe von Pumpwerken "über den Berg" gefördert werden. Ein Großteil dieser Pumpen befindet sich im Stadtteil Großburgwedel. Hier mussten vor allem die Gewerbegebiete nachträglich mit Hilfe unserer Pumpwerke an das Kanalnetz angeschlossen werden.

StadtteilTrennsystemMischsystemKanallänge Mischw.Kanallänge Regenw.Kanallänge Schmutzw.
Großburgwedel

X

- km

10,3 km

40 km

Kleinburgwedel

X

- km

7 km

10,5 km

Fuhrberg

X

- km

8 km

12,5 km

Wettmar

X

15 km

1,7 km

2 km

Engensen

X

5 km

1,6 km

5,5 km

Thönse

X

8,5 km

0,5 km

0,6 km

Oldhorst

X

1,4 km

- km

- km

Gesamtlänge

29,9 km

29,1 km

71,1 km

Für die regelmäßige Wartung und Kontrolle der Pumpwerke ist das Personal der Kläranlagen zuständig. Darüber hinaus wird das Personal bei eventuelle Störungen direkt über ein Alarmsystem informiert - und das 24 Stunden am Tag! So bemerken die Bürgerinnen und Bürger Burgwedels im Normalfall diese wichtige Arbeit erst gar nicht - und das ist Absicht!

Eine Trennkanalisation, in der Abwasser und Regenwasser getrennt aufgefangen und abgeleitet werden, ist in den Stadtteilen Großburgwedel, Kleinburgwedel, Oldhorst und Fuhberg vorhanden. Aber auch die übrigen Stadteile sind - wie die Tabelle zeigt - zum Teil getrennt erschlossen. Durch die Trennung kann das Regenwasser durch Versickerung dem Grundwasser wieder zugeführt werden und wieder direkt in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen. Darüber hinaus sind die Stossbelastungen auf den Kläranlagen geringer.

Kläranlagen
Kläranlage WettmarIn den Kläranlagen werden in einer ersten, mechanischen Stufe grobe Bestandteile, Sand und absetzbare Stoffe durch Rechen, Sandfang und Absetz- oder Vorklärbecken abgetrennt. Die zweite, biologische Stufe bringt die restlichen, gut löslichen Abwasserbestandteile in Kontakt mit Bakterien und anderen Kleinlebewesen. Diese Mikroorganismen leben vom Abbau der organischen Stoffe und vermehren sich dabei. Die Abwasser-Inhaltsstoffe werden hier fast vollständig abgebaut.
In Oldhorst dagegen wird die "selbstreinigende" Kraft der Natur in einer sogenannten Teichkläranlage genutzt. Alle Abwasserreinigungsprozesse erfolgen in verlangsamter Form auf größerem Raum in hintereinander geschalteten Teichen.

Kläranlage FuhrbergDie Kläranlagen aus Großburgwedel und Thönse entwässern in die Hengstbeeke. Die übrigen Kläranlagen entwässern indirekt in die Wülbeck. Allerdings fallen die entsprechenden Klärwerksgräben die meiste Zeit des Jahres trocken. An die Leistungen unserer Kläranlagen werden hohe Anforderungen gestellt. Im Rahmen der Eigenüberwachung wird die Reinigungsleistung durch kontinuierliche Messungen des Klärwerkspersonals überwacht - und unter Umständen beeinflusst. Zusätzlich finden regelmäßige Überwachungen durch die Region Hannover statt. Somit ist eine gute Reinigungsleistung immer gewährleistet und gleichzeitig Vorsorge für eine gute Trinkwasserqualität getroffen.